Das gemeinsam mit der Smarten Grenzregion und dem Museumsverband Nordfriesland umgesetze Pilotprojekt verbindet modernste Augmented Reality (AR) Technik mit echter Geschichte und ganz viel Charm.
Den bekommen Besucher:innen des Schlosses vor Husum jetzt ganz wortwörtlich. Denn seit Frühjahr 2026 steht dort unser AR-Fernrohr bereit und lädt zur Reise durch die Epochen ein. AR steht dabei für Augmented Reality, also erweiterte Realität. Durch das Display des Fernrohrs lässt sich das Husumer Schloss in verschiedenen historisch akkuraten Zuständen betrachten. Und obendrein gibt es noch drei spannende Geschichten ehemaliger Schloss-Bewohnerinnen zu verfolgen.
Wie macht man Vergangenheit sichtbar, ohne einen DeLorean zu brauchen? Leider haben wir weder eine Tardis noch eine Zeitmaschine im Keller. Aber: Wir haben ein AR-Fernrohr, das den Schauplatz von heute filmt und ihn mit Inhalten aus der Vergangenheit überlagert. Charaktere, Objekte, ganze Szenen. Das Ergebnis fühlt sich an, als würde man durch ein Fenster in eine andere Epoche schauen.
Dieses in Zusammenarbeit mit dem Museumsverbund Nordfriesland und der Smarten Grenzregion entwickelte Pilotprojekt bringt die historische Vermittlung direkt in den öffentlichen Raum. Barrierearm, spielerisch und genau dort, wo Geschichte passiert ist.
Im Mittelpunkt stehen die Geschichten dreier historisch bedeutender Frauen, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Schloss verbunden waren. Besucher:innen erleben interaktive AR-Szenen, in denen die Protagonistinnen selbst von ihrem Leben berichten. Ergänzt werden diese Erzählungen durch Elemente zum Anfassen und Entdecken: Briefe, Bibeln, Feste, Feuerwerk und mehr. So wirkt Geschichte nicht belehrend, sondern erlebbar. Uns es entsteht ein Zugang, der Einheimische, Tourist:innen und Schulklassen gleichermaßen abholt.
Für den visuellen Zugang haben wir bewusst auf eine fotorealistische Optik verzichtet. Stattdessen wurden Figuren und Objekte in einem 2D-Stil wie Papierausschnitte gestaltet und wie ein großes Papiertheater in die reale Umgebung gesetzt. Der resultierende Look ist unverwechselbar, freundlich, schnell lesbar — und eignet sich perfekt für Familien und Schulklassen. Und als Kirsche auf dem Kuchen können die Illustrationen zusätzlich als Bastelbögen für Kinder genutzt werden. So entstehen digitales Erlebnis und analoger Mitnahme-Moment in einem.
Damit die AR-Inhalte wirklich stabil „am Ort bleiben“, arbeitet das Fernrohr mit einem kalibrierten Orientierungssensor im Zentrum des Gehäuses. Der verbaute Adafruit BNO055 kombiniert Beschleunigungsensor, Gyroskop und Magnetometer auf 3 Achsen.
Unsere Software wertet die so gesammelten und vom integrierten ARM Cortex-M0 fusionierten Informationen aus und sorgt dafür, dass sich die virtuellen UI- und AR-Elemente synchron zur Bewegung des Kamerabildes verhalten – flüssig, stabil, überzeugend.
Das Fernrohr ist speziell für den Alltag im Außenraum konzipiert: Witterungsbeständiges Aluminiumgehäuse, ein stabiler Standfuß mit fachgerecht verankertem Fundament sowie Sensorik und Logik die sicher geschützt im Kern des Systems platziert sind garantieren langjährige Einsatzbereitschaft.
Optischer In- und Output befinden sich an den Enden: Vorne erfasst eine Elgato MK.2 Kamera die Umgebung in 1080p bei 60 FPS unkomprimiert und dank HDR auch bei starken Kontrasten (z. B. Mittagssonne) zuverlässig.
Das verarbeitete Bild wird an ein Beetronics 7TS7M Multi-Touch Panel weitergegeben. Ein 7-Zoll-Display mit IPS-Panel, kräftigen Farben und 178° Blickwinkel. Das Glas ist gehärtet, das System IP65-zertifiziert — also genauso bereit für Wind und Wetter wie der Rest des Systems.
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie entwickelte die BlueTEC GmbH einen präzisen Maßnahmenplan. Hochauflösende LED-Displays mit einem Pixelpitch von 4,8 mm garantieren gestochen scharfe Bilder aus größerer Entfernung.
Die Experten von BlueTEC wählten die passenden LED-Displays aus, planten Lieferzeiten und Transportwege und sorgten für eine zertifizierte und geprüfte Montage an Pfeilern, Wänden und Decken. BlueTEC hält als vielfach zertifizierter Spezialist hierfür kosteneffiziente und sichere Lösungen bereit.
Insgesamt wurden zwei 40-Fuß-Highcube-Container per Schiff aus Übersee geliefert. Innerhalb von nur 7 Tagen nach der Verzollung in Hamburg war die komplette Anlage installiert, getestet und einsatzbereit.
Eine zentrale Steuerungseinheit wurde implementiert, die es ermöglicht, sämtliche Inhalte auf den Displays mit minimalem Personalaufwand zu steuern, zu koordinieren und zu choreografieren. Dank umfangreichen Erfahrungen in der Softwareentwicklung seitens BlueTEC und der Learnings aus früheren LED-Projekten wurden bestehende Softwarelösungen erweitert, sodass Choreografien synchron über alle Displays abgespielt werden können.
Unsere nächste Erfolgsgeschichte könnte von Ihnen handeln. Wenn Sie also eine Idee für ein Projekt haben oder Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag ein Problem aufgefallen ist zu dem Sie gern unseren Lösungsansatz hören würden, schreiben Sie uns einfach an.